ein gemeinsames Anliegen

                  ein gemeinsames Engagement

Neue Betreuungsverträge

Die Institutionen, welche am Pilotprojekt teilnehmen, und dann ab 2020 sämtliche Institutionen, müssen den bisherigen Pensionsvertrag ersetzen durch einen neuen Betreuungsvertrag. Wenn wir bedenken, dass der Systemwechsel Wahlfreiheit und Selbstbestimmung ermöglichen soll, dann sollten Angehörige, resp. gesetzliche Vertreter vor der Unterzeichnung dieser neuen Verträge auf einen Punkt speziell achten:

Sind Mindestaufenthaltstage festgelegt?  Wir empfehlen Ihnen, bevor Sie den Vertrag unterzeichnen,  zu überlegen wie viele Tage Ihr Sohn/Ihre Tochter zur Zeit während eines Jahres in der Institution ist und was Sie sich fürs kommende Jahr vorstellen. Sollten sich Abweichungen ergeben, dann suchen Sie das Gespräch mit der Leitung und/oder wenden Sie sich an unsere Geschäftsstelle. Bedenken sie, dass Sie neu auch die Möglichkeit haben, Assistenz für Betreuung in der Freizeit zu finanzieren. D.h. Sie können Ihren Sohn/Ihre Tochter beispielsweise auch zuhause an einem Wochenende selbst oder durch Unterstützung Dritter gegen Bezahlung betreuen. Sie müssen nicht zwingend sämtliche Leistungen in der Institution beziehen. Wir sind uns bewusst, dass Institutionen mit dem neuen Finanzierungsmodel auch neu rechnen müssen. Aber: Wir fordern innovatives und flexibles Denken und Handeln und kein ängstliches, zwanghaftes Erhalten des Bestehenden. Das bedeutet auch, dass Sie die vorgeschlagene Tarifregelung sorgfältig prüfen sollten und überlegen sollten, ob für die Betreuung am Wochenende und in den Ferien genügend übrig bleibt. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an uns.

Angehörigen möchten wir Mut machen, hinzuhören auf die Wünsche Ihrer Söhne und Töchter und diese ernst zu nehmen. Neue Wohnformen und veränderte Tagesstrukturen sind möglich durch die neuen Finanzierungsmöglichkeiten. Sicher, jede Veränderung bedeutet auch für Eltern wieder einen Mehraufwand. Aber leisten wir diesen nicht eh schon seit Jahren? Und ist es nicht befriedigend, letztlich eine zeitgemässe, selbstbestimmte Lösung unterstützen und begleiten zu dürfen? Wenden Sie sich an uns, wenn Sie Fragen haben. Wir helfen Ihnen, respektive Ihren Söhnen und Töchtern gerne auf dem Weg zu mehr Selbstbestimmung.

Für Angehörige, deren Sohn oder Tochter am Pilotprojekt teilnimmt, haben wir hier ein Merkblatt erarbeitet