IHP

Individueller Hilfeplan (IHP) –  was ist das?

Eine abgekürzte und sehr vereinfachte Erklärung zu den Neuerungen ab 1.1.2024

Menschen mit Behinderung sollen leben können wie alle anderen auch.

Manche brauchen dafür Unterstützung. Zum Beispiel zu Hause, bei der Arbeit oder in der Freizeit.

Um diese Unterstützung zu bekommen, muss man einen Fragebogen ausfüllen.

Dieser Fragebogen heisst IHP.

I = individueller = mein eigener

H = Hilfe

P = Plan

Man kann auch einfach sagen: Hilfeplan

Einen Hilfeplan müssen alle Menschen, die eine Invalidenrente bekommen, ausfüllen. Egal, ob sie in einer eigenen Wohnung oder in einem Heim wohnen.

Auch wenn sie im allgemeinen Arbeitsmarkt arbeiten und dort Unterstützung brauchen.

Wer füllt den Hilfeplan aus?

Der Fragebogen kann teilweise selbst ausgefüllt werden.

Von zentraler Bedeutung ist jedoch das  Gespräch.

In einem Gespräch mit einer geschulten Fachperson wird der Bogen gemeinsam ausgefüllt. Auf Wunsch kann auch eine zusätzliche Vertrauensperson dabei sein.

Die Bedarfsermittlung lebt vom gemeinsamen Dialog. Im gemeinsamen Sprechen und Fragen werden die wichtigen Situationen unter Berücksichtigung der Lebensvorstellung der betroffenen Person geklärt. Vereinfacht heisst dies: Im Zentrum stehen die Ziele und Wünsche der Person mit Behinderung. Es wird also der Bedarf der leistungsberechtigten Person, ausgehend von ihren Lebensvorstellungen und Wünschen ermittelt. Es besteht ein Bedarf, wenn Teilhabeziele nicht ohne personale oder sächliche Hilfen erreicht werden können.

Diese Fragen sollen dabei helfen Situationen im Alltag, in der freien Zeit und an Wochenenden, auf der Arbeit oder in der Beziehung zu anderen Menschen zu verstehen und beschreiben zu können. Es geht darum, herauszufinden, welche Situationen zukünftig erhalten bleiben und welche sich verändern sollen. Diese sogenannten Leitziele sollen allen Beteiligten dabei helfen zu verstehen, was der betroffenen Person wichtig ist

Was geschieht nach dem Ausfüllen des Fragebogens?

Die Person, welche das Gespräch führt, wird anschliessend Ergänzungen aus ihrer fachlichen Sicht im Fragebogen einbringen.

Der vollständig ausgefüllte Bogen wird nochmal der betroffenen Person vorgelegt und anschliessend an eine Fachstelle geschickt.

Dort wird eine Fachperson den persönlichen Bedarf ausrechnen.